Kleintiere

VORSORGEUNTERSUCHUNG

Ein wichtiger Schritt zur Gesunderhaltung ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Ihres Tieres, im Sinne von „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Wir empfehlen vor allem unseren Senioren (Tiere, älter als 8 Jahre), diese Möglichkeit zur Früherkennung altersbedingter Beschwerden wie etwa orthopädische, Herz- oder Stoffwechselerkrankungen, zu nutzen.


PARASITENSCHUTZ

Regelmäßiger Schutz vor Würmern, Flöhen und Zecken sollten alle Tierbesitzer als hygienisches Pflichtprogramm einplanen, um ihr Haustier und die umgebenden Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

Spulwürmer können bereits über die Muttermilch an die saugenden Welpen übertragen werden.
Die Hakenwurmlarven können selbst über die gesunde Haut unserer Haustiere eindringen und ihren Wirt massiv schädigen.
Bandwürmerendglieder weden vom Tierbesitzer immer wieder als reiskornartige Gebilde am After des Tieres klebend, aufgefunden. Im folgenden Entwicklungszyklus müssen diese Eipakete in Reiskornform von Kleinnagern oder Flöhen aufgenommen werden. Somit sollte eine wirksame Flohbehandlung immer auch mit einer Wurmprophylaxe kombiniert werden.

Entwurmungsschema Hund + Katze
Muttertiere: 14 Tage vor der Geburt und 14 Tage nach der Geburt gemeinsam mit ihren Welpen
Welpen ab 14. Lebenstag bis zum 5. Lebensmonat: alle 3 Wochen
Tiere älter als 5 Monate: 4mal im Jahr und 10-14 Tage vor jeder Impfung

Zecken gelangen von Büschen und Gräsern auf das Tier. Für Hunde können Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, Anaplasmose zur Gefahr werden. Auch Zecken, die vom Tier abfallen können Borreliose und FSME auf den Menschen übertragen. Die Zeckenzeit zieht sich von März bis November.
Flohbefall kann das gesamte Jahr über erfolgen!
Spot-on-Präparate werden auf die Haut entlang eines Scheitel im Nacken aufgetragen, Wirkdauer etwa 4 Wochen (je nach Hersteller)
Halsbänder mit „1-FingerAbstand“ satt am Hals anbringen: Wirkdauer meist 5-8 Monate (je nach Hersteller)


IMPFUNGEN

Virale und bakterielle Erkrankungen können für Ihre Katze, Hund, Frettchen und Kaninchen schwerwiegende Krankheiten oder sogar tödliche Folgen haben.
Die Tollwutimpfung ist für Hunde gesetzlich vorgeschrieben und schützt somit Tier und Besitzer vor fataler Übertragung.
Grundsätzlich dürfen nur gesunde Tiere geimpft werden, sinnvollerweise entwurmen und entflohen Sie Ihr Tier 10-14 Tage vor einer Routineimpfung.
Impfintervalle sollten so weit wie möglich eingehalten werden. Auch Besitzerwechsel oder Stresssituationen sollen nicht mit dem Impftermin zusammenfallen.

Impfempfehlung für Katzenwelpen:
9. Lebenswoche Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche
10. Lebenswoche Impfung gegen Leukose
12. Lebenswoche Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche
13. Lebenswoche Impfung gegen Leukose
16. Lebenswoche Impfung gegen Tollwut und FIP*
20. Lebenswoche Impfung gegen Tollwut und FIP
Auffrischungsimpfungen alle 12 Monate
*Vor der Impfung sollte eine Blutuntersuchung durchgeführt wurden.

Impfempfehlung für erwachsene, ungeimpfte Katzen
• Impfung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose und Tollwut
• Wiederholungsimpfung nach 3-4 Wochen
• Auffrischungsimpfungen alle 12 Monat

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Impfempfehlung für Hundewelpen
6. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose
8. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten,
12. Lebenswoche Impfung gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut
16. Lebenswoche Impfung gegen Tollwut
Auffrischungsimpfung alle 12 Monate

Impfempfehlung für erwachsene, ungeimpfte Hunde:
• Impfung gegen Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut
• Wiederholungsimpfung nach 3-4 Wochen
• Auffrischungsimpfungen alle 12 Monate
• Impfungen gegen Borreliose oder Leishmaniose werden in zeckenbelasteten Gegenden, bzw. bei Auslandsreisen empfohlen.

LINKS: Broschüre „Fokusthema Impfempfehlungen für Hund und Katze“ der Fa. Intervet
Verordnung zum Schutz gegen die Tollwut

Impfempfehlung für Kaninchen
Frühling/ 4.-6. Lebenswoche: Impfung gegen Myxomatose und RHD (Rabbit Haemorrhagic Desease)
Eine Nachimpfung 4 Wochen später erhöht die Schutzwirkung.
Herbst (fakultativ): Impfung gegen Myxomatose und RHD

Auffrischungsimpfungen alle 12 Monate (fakultativ alle 6 Monate)

LINK: Broschüre „Das gesunde Kaninchen“ der Fa. Riemser Arzneimittel AG

Impfempfehlungen für Frettchen
8.-10. Lebenswoche: Impfung gegen Staupe
12.-14. Lebenswoche : Impfung gegen Staupe und Tollwut

Auffrischungsimpfungen alle 12 Monate


MIKROCHIPIMPLANTATION

Der Mikrochip ermöglicht die eindeutige Identifikation Ihres Tieres. Er wird weltweit an der linken Halsseite des Tieres mit einer Injektionsnadel injiziert. Der auf dem Chip eingespeicherte Code ist weltweit einmalig und kann international abgelesen werden. Datenbanken, die übers Internet vernetzt sind, speichern die Besitzerdaten, so dass es dem Finder möglich wird, den Tierbesitzer herauszufinden und wunschgemäß per Mail oder Telefon zu kontaktieren.
Seit 2008 ist das Chippen von Hunden (für Katzen nur bei Auslandsreisen) gesetzlich vorgeschrieben.

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REISEKRANKHEITEN

Bei Reisen in vorwiegend südliche – und osteuropäischen Länder können sich Hunde durch Zeckenbisse (Babesiose, Ehrlichiose, Hepatozoonose) oder Mückenstiche (Dirofilariose, Leishmaniose) mit übertragbaren Krankheiten infizieren.

Vorbeugend sollten Hunde mit Spot-on Präparaten und Tabletten geschützt werden. Für einige Reisekrankheiten sind Schutzimpfungen möglich (Borreliose und Leishmaniose).
Nach Auslandsaufenthalten besteht auch zur Abklärung befürchteter Infektionen die Möglichkeit, eine Blutlaboruntersuchung auf „Reisekrankheiten“ durchzuführen.

LINKS: Reisekrankheiten beim Hund
Reisekrankheiten Ehrlichiose und Babesiose


DIAGNOSTIK

Anamnese
Der Vorbericht gibt wichtige Hinweise auf den Gesundheitszustand oder die Erkrankung Ihres Haustieres.
• Beginn/Dauer/Verlauf der Erkrankung?
• Allgemeinbefinden?
• Erstmaliges Auftreten/Häufigkeit der Symptome?
• Futter- und Wasser- Aufnahme/Ausscheidung?
• Vorherige Erkrankungen/Untersuchungen/Behandlungen (Medikamente)?
• Einzeltier/weitere Tiere im Haushalt?

Klinische Untersuchung
Die „allgemeine Untersuchung“ (Beurteilung von Atmung, Puls, Herz, Körpertemperatur, Schleimhäuten, Gefäßen, Hals, Brust, Bauch, Extremitäten, Körperöffnungen, etc.) kombiniert mit der „Speziellen Untersuchung“ (gezielte Untersuchung des erkrankten Köperteils/Organs) ermöglicht eine genaue Eingrenzung der Erkrankung Ihres Haustieres.

LABOR:

Blutuntersuchungen
Wichtige Organparameter (Leber, Niere, Blutzucker, etc.) können sofort in der Ordination festgestellt werden, für spezielle Untersuchungen steht uns ein rasch erreichbares Tiermedizinisches Untersuchungslabor zur Seite.
Einige Katzeninfektionskrankheiten (Felines LeukämieVirus, Felines ImmundefizienzVirus, Feline Infektiöse Peritonitis, Katzenseuche und -schnupfen Komplex) können durch Schnelltests während der Visite ihres Tieres in der Ordination durchgeführt werden.
Bakteriologische-, Mykologische- und Histologische Proben werden zur Untersuchung an ein Speziallabor versendet.

Harnanalyse
Harnstreifentest, Harnkonzentration, mikroskopische Untersuchung des Harnsediments untersuchen wir sofort in der Ordination.

Kotuntersuchungen
Mikroskopische Untersuchungen auf Wurmeier und Nachweis von Giardien sind während der Ordinationszeiten möglich, spezielle Untersuchungen werden im Labor nach Versand durchgeführt.

Röntgen
Mit unserem Röntgengerät können erforderliche Aufnahmen während der Sprechstunde angefertigt und ausgewertet werden. Je nach Kooperation oder Schmerzhaftigkeit des Patienten wird die Untersuchung in Sedierung/Narkose erfolgen.
Gerne senden wir Ihnen die Aufnahmen auch an Ihre Mailadresse.

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Ultraschall
Unser modernes Ultraschallgerät ermöglicht es uns, Ihr Tier schmerzfrei und ohne jegliche Nebenwirkungen vor allem im Bauch-und Brustraum (Trächtigkeitsuntersuchungen, Harnapparat, Herz, etc.) zu untersuchen. Je nach Untersuchungsbereich muss bei unseren Haustieren jedoch das Fell an geeigneter kleiner Stelle geschoren werden.


CHIRURGIE

• Allgemeine Chirurgie (Wundversorgungen, Auge, Maul, etc.)
• Weichteilchirurgie (Kastrationen, Harnapparat, Verdauungsapparat, etc.)
• Tumoroperationen, Unfall – und Gelenkchirurgie.
Individuell, auf Ihr Tier abgestimmte Narkose.
Verbesserte Kontrolle des Narkoseverlaufes durch gerätegesteuerte Inhalationstechnik.

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GYNÄKOLOGIE

• Diagnostik und Behandlung gynäkologischer Erkrankungen von Hunden, Katzen und Nagetieren
• Trächtigkeitsdiagnostik mit Ultraschall

• Vaginalzytologie und Spezialtests zur Ovulationsbestimmung/Deckzeitbestimmung
• Geburtshilfe
• reversible, zeitlich begrenzte Kastration mittels „Hormonimplantation“


ZAHNHEILKUNDE

• Zahnuntersuchung
• Zahnbehandlung
• Zahnchirurgie
• Professionelle Zahnreinigung


DERMATOLOGIE

• Hautgeschabsel/Abklatsch/Tupferproben zum Auffindung von Hautparasiten/Hautinfektionen
• Mikroskopische Untersuchungen
• Wood Lampe
• Serologische Blutuntersuchungen, Blutchemie
• Hautbiopsien: zur Diagnose von stoffwechselbedingten, allergischen oder tumorösen Hautveränderungen

• Hyposensibilisierungen, Behandlungen mit Eigenblutnosoden und  individuellen Vakzinen

 


KOMPLEMENTÄRE MEDIZIN

Chiropraktik
Chiropraktik ist eine sanfte, manuelle Therapiemethode, mit der funktionelle Einschränkungen der Beweglichkeit von Gelenken- speziell der Wirbelsäule- behandelt werden.
Die Wirbelsäule hat durch die Beherbergung des Rückenmarks eine enge Beziehung zum Nervensystem und dem gesamten Organismus. Die Einschränkung des normalen, physiologischen Bewegungsradius eines Gelenks hat dadurch großen Einfluss auf viele andere Systeme des Körpers, also Nerven, Muskeln, innere Organe etc.
Genauso können umgekehrt Störungen dieser Körperfunktionen (z. B. internistische oder orthopädische Probleme) zu Schonhaltungen, Verspannungen und Wirbelblockaden führen.

Die Ursachen und Symptome solcher „Wirbelblockaden“ sind also vielschichtig und werden bei einer Konsultation gefühlvoll und möglichst stressfrei erhoben und behandelt.
Zu einer guten schulmedizinischen Diagnostik und Therapie ist die Chiropraktik eine sinnvolle Ergänzung, um Schmerzfreiheit, Beweglichkeit und Wohlbefinden zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Wann ist eine Behandlung hilfreich?
Chiropraktische Behandlungen können sowohl prophylaktisch, also vorbeugend, als auch therapeutisch bei bereits bestehenden Problemen hilfreich sein. Es gibt eine Vielzahl von Indikationen, die individuell besprochen und mit anderen Therapiemöglichkeiten (z.B. Akupunktur etc.) kombiniert werden können, um einen optimalen Erfolg zu erzielen.

Chiropraktik beim Pferd
Pferde sind Sportler und als solche bedürfen sie großer Achtsamkeit, was ihr Wohlbefinden betrifft. Damit ein Pferd Freude an der Bewegung hat, muss es schmerzfrei und uneingeschränkt in seiner Beweglichkeit sein. Viele Faktoren, wie z.B. der Sattel, die Hufpflege, Zähne und Gebiss, der Reiter und ein für beide angemessenes Trainingsprogramm, sowie alle Arten von Schmerzen und Krankheiten spielen hierbei eine wichtige Rolle und können Gründe für Schonhaltungen und Blockaden, speziell in der Wirbelsäule sein.
Funktionelle Einschränkungen in der Gelenksbeweglichkeit müssen sich nicht immer als Lahmheit äußern. Sollte ein Verdacht für eine orthopädische Lahmheit oder ein internistisches Problem bestehen, muss dies im Vorfeld abgeklärt und wenn erforderlich schulmedizinisch therapiert werden.

Chiropraktik beim Hund
Wir stellen für Ihren Hund ein individuelles Therapiekonzept zusammen, um alle Möglichkeiten sowohl der Schulmedizin als auch komplementärmedizinischer Methoden (Chiropraktik, Akupunktur, Homöopathie, Physiotherapie) auszuschöpfen. Gerne arbeiten wir auch mit anderen Tierärzten/Kliniken zusammen, um z.B. nach Operationen die Rehabilitation zu unterstützen.

 

Physiotherapie
Gezielte physiotherapeutische Behandlung trägt entscheidend zum Erfolg einer notwendigen Operation des Bewegungsapparates bei. Zur Rehabilitation nach schweren Erkrankungen unterstützen Massagen, Mobilisationstechniken und gezielte Bewegungstherapie die Wiederherstellung der normalen Körperfunktionen. Gelenksfunktionen können deutlich verbessert und Muskulatur wiederaufgebaut werden. Schmerzbehandlung werden beispielsweise durch Kälte/Wärme/Stromanwendungen ergänzt und helfen dadurch auch, Medikamente gegen Schmerzen deutlich zu reduzieren. Auch in der Prophylaxe von zum Beispiel altersbedingtem Muskelabbau kann die Physiotherapie eine gute Unterstützung bieten.

 

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Therapieansatz der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und basiert auf der Lehre, daß ein „energetisches Ungleichgewicht“ eines Individuums zu seiner Erkrankung führen kann. Feine Akupunkturnadeln werden,  je nach Krankheit, an bestimmten Punkten der „Körpermeridiane“ (Energieleitbahnen) in die Haut  gesetzt, und verschaffen dem Patienten Linderung und Heilung.

Durch jede Behandlung werden vorhandene energetische Blockaden gelöst, die Selbstheilungskräfte Ihres  Tieres angeregt  und es wird dem Gesamtorganismus wieder zu einer gesunden Balance verholfen.

Einsatzschwerpunkte der Akupunktur  sind in der Therapie von Schmerzen, in der Rehabilitation, bei chronischen Krankheiten, und der Gesundheitsvorsorge zu finden.

Homöopathie
Homöopathie stellt somit einen Zweig der Regulativ-Medizin dar, die nicht nur das Symptom einer Krankheit therapiert, sondern vielmehr darauf abzielt, den gesamten Organismus in seiner Selbstheilung zu unterstützen und zu hilfreich zu begleiten.

Homöopathische Arzneien werden in der Tiermedizin häufig in Form von Globuli (kleine Kügelchen auf  Milchzuckerbasis), Tabletten (Milchzucker), Tropfen oder  aber auch Ampullen (Kochsalzbasis) eingesetzt.

In unserer Praxis verwenden wir Homöopathische Präparate auch gerne zu Kombinationsbehandlungen, wie der  Aku-Injektion: eine sinnvolle Kombination von Akupunktur+Homöopathie, bei der ein homöopathisches Kombinationsmedikament in bestimmte Akupunkturpunke  gespritzt wird, um beispielsweise einem lahmenden Hund möglichst rasch wieder „auf die Beine“ zu helfen. In der Verhaltensmedizin können homöopathischen Arzneien Katze und Hund eine gute Hilfestellung in schwierigen Lebensphasen(Besitzerwechsel, Umzug, . . ) bieten. Weitere homöopathische Einsatzbereiche sind Arthrosen  und Altersbeschwerden älterer Tiere